US-Wahlkampf und die Folgen

Selten hat Europa so tief und so häufig Amerika in die Seele geschaut wie zur Zeit. Schon darin zeigt sich eine besondere Situation an, die eine über 70-jährige politische Freundschaft zwischen den atlantischen Bündnisstaaten und Amerika auf die Probe stellt. Wenn Eheleute sich gegenseitig auf Schritt und Tritt beobachten und ihre persönlichen Ausgaben kontrollieren steht es um die Ehe nicht mehr gut. Die deutsche Bundeskanzlerin hatte bereits 2013 diesen Sachverhalt in dem zum geflügelten Wort gewordenen Satz „Ausspähen unter Freunden, das geht gar nicht“ zum Ausdruck gebracht. Sie bezog sich dabei auf die Aktivitäten der amerikanischen Geheimdienste in Deutschland. Zu den Methoden von Geheimdiensten zählt die vornehmer als Desinformation umschriebene Lüge, die bereits seit biblischen Zeiten zu dem sündhaftesten Verhalten des Menschen zählt und für den schlechten Ruf von Geheimdiensten verantwortlich ist.

Tanz der Lügner

Bereits wenige Monate nach dem Einzug von Donald Trump in das Weiße Haus titelte die spirituell-christlich orientierte Zeitschrift Publik-Forum EXTRA „Es darf gelogen werden“ und zeigte das Graffity einer anonymen Street-Art Künstlerin, die Donald Trump mit der britischen Premierministerin Theresa May beim Tanz zeigt und damit eine Anleihe bei dem Film La La Land macht – nur das der Filmtitel bei ihr zu Lie Lie Land (Lügenland) mutierte. Mit Schlagworten wie postfaktisch, Fake News, alternative Fakten oder unreflektierten Behauptungen und plumpen Falschinformationen hat die Lüge in Person des Präsidenten selbst die Methoden der Geheimdienste in den politischen Alltag eingeführt. Er bezeichnete sein Vorhaben bereit im Wahlkampf 2016 als Kehraus beim politischen Establishment der USA. Alle Präsidenten haben gelogen, doch keiner tat es so ungeniert wie Donald Trump. Die Washington Post zählte über 20.000 Fälle, in denen Trump falsche und irreführende Behauptungen verbreitete. Einen Höhepunkt hat diese Strategie in der gegenwärtigen Pandemiesituation erreicht, wo er damit vielen Menschen schaden kann.

Dennoch hat Donald Trump eine glühende Anhängerschaft, die trotz aller widrigen Umstände zu ihm stehen und einen erneuten Wahlsieg durchaus in den Bereich des Möglichen rückt. Das wirft die Frage auf, welche Faktoren Menschen zu diesem Verhalten bewegen könnten und ob persönliche Betroffenheiten aufzuspüren sind. Hierzu werden vor allem zwei Faktoren in den Medien genannt: Der Kolumnist und Buchautor Ezra Klein vertritt die Auffassung, dass rassistische Ängste die Vereinigten Staaten politisch gespalten und gelähmt haben. Als weiterer Faktor wird in den Medien häufig das Aufbegehren der weißen Frauen in den Suburbs genannt. Damit sind zwei wesentliche sozial-psychologische Folgen räumlicher Entwicklungen angesprochen die nachfolgend schlaglichtartig umrissen werden.

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit und logische Abfolge können folgende Faktoren, die direkt oder indirekt persönliche und nachteilige Betroffenheiten auslösen können, in Betracht gezogen werden:

  • der drohende Verlust der politischen Majorität weißer Einwanderer in Folge des Zustroms farbiger (illegaler) Migranten;
  • der Strukturwandel in der Landwirtschaft – Eigentumsverhältnisse, Nebenerwerb, Rückgang der Landbevölkerung, Verlust traditioneller Werte bei gleichzeitiger Pflege überholter Klischees in den Unterhaltungsmedien;
  • Umkehrung des Verhältnisses LandStadt, dadurch Veränderung des politischen Stellenwerts der Landwirtschaft;
  • Bedeutungswandel von geographischen Gegebenheiten für die Entwicklung von Städten hin zu sozialen Faktoren in Folge des Wachstums im Dienstleistungssektor (Arbeitsbeschaffung im Niedriglohnsektor), insbesondere in der Wissens-, Management– und Freizeitindustrie;
  • Rückgang des Arbeitseinsatzes in industriellen Prozessen;
  • fortgesetzte Suburbanisierung mit Aufwertung der Mobilität durch Autos;
  • Missachtung ästhetischer Empfindungen der Stadtbewohner in Form schroffer Übergänge in der gebauten Umwelt;
  • Ausgrenzung schwarzer Bevölkerung aus den Suburbs;
  • überholte administrative und politische Grenzen im Verhältnis zur Siedlungsstruktur,
  • Reduzierung der Stadt auf ihre Wertschöpfungsfunktion;
  • zunehmende Kriminalität;
  • zunehmender Drogenkonsum.

Diese Faktoren sind in vielen Industrieländern als Triebkräfte der menschlichen Entwicklung zu sehen, doch in keinem Land so ausgeprägt und ideologisch ausgerichtet wie in den USA. Ihr Keim wurde bereits in der Kolonialzeit gelegt und wurde bereits in einem früheren Beitrag beschrieben.

Die Zusammenhänge der aufgezählten Faktoren sind so komplex, dass sie in der Regel als Argumente für Wahlentscheidungen nur in ihrem Auftreten als Einzelphänomene und mittel- bis langfristig wirksam sind und einer politischen Beeinflussung der Gesamtproblematik mit einem Vierjahreshorizont im Wege stehen. Stattdessen wächst aus einem dumpfen Erfühlen dieser Probleme das Verlangen nach einem neuen Messias, der mit übermenschlichen Fähigkeiten die an ihn glaubenden Menschen zu einem neuen Amerika führt – und solch ein Messias möchte Donald Trump sein.

Das Phänomen Trump ist nicht allein auf rationaler Ebene zu erfassen – dafür hat er schon selbst durch die Beseitigung des ohnehin fragilen Wahrheitsanspruchs gesorgt. Der politischen Situation der USA kann man sich aus den aufgeführten Gründen nur nähern, indem man eine Form findet, die alle Ebenen und Wirklichkeitsbereiche – einschließlich des Glaubens – abbildet, wie es mit den Mitteln der Integralen Theorie möglich ist. Nachfolgend werde ich daher mit Blick auf die anstehende Präsidentenwahl sowohl die Entwicklung in den vier Quadranten – die horizontale Erfassung der Wirklichkeit – wie auch die vertikale Entwicklung in Form der Spiral Dynamics mit den Mitteln dieses Projekts darstellen.

Tabelle 1

In der oben abgebildeten Tabelle 1 sind die Reflexe auf die beiden Präsidentschaftskandidaten in den 50 Bundesstaaten der USA und der Gesamtwert für die USA selbst, bezogen auf vier Quadranten, dargestellt. Hierbei sind die beiden rechten Quadranten – die objektiv feststellbare Wirklichkeit auf individueller (oben rechts) und kollektiver Ebene (unten rechts) aus methodischen Gründen zusammengefasst. Bei diesen zwei Quadranten handelt es sich um – im traditionell engeren Sinn – wissenschaftlich zugängliche Feststellungen, die zwar methodisch weitgehend abgesichert sind, jedoch erfahrungsgemäß im alltäglichen Sprachgebrauch (insbesondere im Internet) nicht in ihrer tatsächlichen Wirkmächtigkeit zum Ausdruck kommen. Aus diesem Grund können die angegebenen Werte nur für Vergleiche zwischen den Staaten einerseits und den Kandidaten andererseits herangezogen werden. Nach dem Ganzheitsanspruch der Methode müssen die drei Werte für die Kandidaten jeweils Null ergeben. Die als Swing-States bezeichneten Bundesstaaten sind in der ersten Spalte gelb markiert und werden nachfolgend genauer untersucht. Für sie werden die Quadrantenwerte als zweistellige Dezimalzahlen angegeben, für die übrigen Staaten erfolgten zur besseren Lesbarkeit Rundungen auf ganzzahlige Ziffern. Summenabweichungen von Null ergeben sich dabei durch Rundungen. Zur besseren Übersicht wurden die Zellen entsprechend ihrer Abweichung vom Idealwert (25% für jeden linksseitigen Quadranten, 50% für die beiden rechtsseitigen Quadranten) farbig abgestuft (grün = positive Abweichung, rot = negative Abweichung, beige = Idealwert).

Tabelle 2

Ein erster Überblick kann durch die Feststellung gewonnen werden, wer in den einzelnen Quadranten den Idealwerten am häufigsten entspricht. Die Auszählung ist in Tabelle 2 zusammengestellt.

In der Tabelle sind die Bundesstaaten gezählt, in denen die Ausprägung der einzelnen Quadranten einer angenommenen Gleichverteilung entspricht. Dabei bleibt dahingestellt, ob eine solche Verteilung den Erfordernissen einer evolutionären Entwicklung entspricht. Realistischer wäre, von einem Fließgleichgewicht auszugehen, wie es in Organismen anzutreffen ist. Dabei ergibt sich jedoch die Schwierigkeit, den Betrag festzulegen, in dem die einzelnen Komponenten des Systems vom Gleichgewicht abweichen dürfen. Für Vergleichszwecke muss daher von einem festgelegten Referenzwert ausgegangen werden, der auch ein Mittelwert sein kann. Nach dem Kriterium der Annäherung an ein Gleichgewicht zwischen den Quadranten ergibt sich rein rechnerisch ein Unterschied von einem Zähler zu Gunsten von Biden (erste Zeile). Der Vergleich der Summen in den weiteren Zeilen ergibt für Biden deutlichere Vorteile, die sich im unteren Defizitbereich gegenüber Trump durch häufigere Abweichungen und im stärkeren Defizitbereich durch seltenere Abweichungen zeigen. Im Bereich der positiven Abweichungen nähert Biden sich wesentlich häufiger an den Mittelwert an als Trump.

Bei den Extremwerten, die insgesamt nur geringen Anteil haben, gibt es für Biden im roten Bereich einen leichten Vorteil.

Die Verteilung der Abweichungen vom Idealwert im Bezug auf die Quadranten (Spalten-Summen) ergeben große Defizite in den beiden rechten Quadranten, ohne eindeutige Vorteile für einen der Kandidaten ablesen zu können. Dagegen fällt bei Trump die Ausgewogenheit zwischen den beiden linken Quadranten auf, während Biden wesentlich stärker das verbindliche Wir gegenüber dem personenbezogenen Ich anregt.

Im Hinblick auf das oben angesprochene Fließgleichgewicht ist die Frage von Interesse, wer die größte Gewähr dafür bietet, dass er in einem Schwankungsbereich agiert, der extreme Gegenreaktionen vermeidet, wurden die Ergebnisse der Kandidaten auch in ihrem Verhältnis zum Gesamtwert der USA verglichen. Das Muster der USA zeigen Maryland, Mississippi, North Carolina und South Carolina in Reaktion auf Donald Trump und Hawaii, Michigan, Missouri und Oklahoma in Reaktion auf Joe Biden. Beide Kandidaten spiegeln somit jeweils in vier unterschiedlichen Bundesstaaten das Muster der USA wider. In einem etwas größer bemessenen Schwankungsbereich, der einen Austausch der Gewichte von Ich- und Wir-Quadranten zulässt und den Wert drei für deren Summe als Vergleichsmaßstab setzt, ergibt ebenfalls einen auf die Staaten bezogenen Gleichstand von jeweils 18 Bundesstaaten für beide Kandidaten. In den Zusammenhang mit möglichen Konsequenzen für den Wahlerfolg gestellt, ergeben sich die Resultate aus den Wahlmännerstimmen, die wegen des komplizierten Wahlrechts der einzelnen Bundesstaaten hier nicht erörtert werden.

Tabelle 3

In Tabelle 3 sind die 18 Bundesstaaten für die Kandidaten zusammengestellt. Swing-States sind durch gelbe Markierungen kenntlich gemacht. Es zeigt sich, dass die Nähe zur amerikanischen Mitte bei Trump drei und bei Biden fünf Swing-States einschließt. Somit ergeben sich hier eindeutige Vorteile für Biden. Darüber hinaus ist festzuhalten, dass Überschneidungen beider Kandidaten in Delaware, Hawaii, Indiana, Kalifornien und Pennsylvania bestehen, die hier in erhöhtem Maß auf ein offenes Rennen hindeuten.

 

Tabelle 4

In Tabelle 4 werden die in den Swing-States erreichten Werte der Kandidaten den für diese Staaten charakteristischen Gesamtwerten gegenübergestellt – analog zu dem Vergleich mit den Gesamtwerten für die USA.

Es zeigen sich hier fünf Übereinstimmungen mit den Staatenwerten im oberen linken Quadranten bei Trump und drei Übereinstimmungen bei Biden. Für den unteren linken Quadranten ergeben sich sechs Übereinstimmungen bei Trump und ebenfalls sechs Übereinstimmungen bei Biden. In den beiden zusammengefaßten Quadranten der rechten Seite zeigen sich bei Trump zwei Übereinstimmungen gegenüber drei Übereinstimmungen bei Biden. Es zeigt sich hier, dass die von Donald Trump offen zur Schau gestellte Ignoranz gegenüber Wahrheitsbehauptungen der wissenschaftlich-technischen Expertisen durchaus auf Resonanz in der Bevölkerung trifft, so dass sich auch Joe Biden einer skeptischen Haltung gegenüber „objektiven“ Behauptungen nicht ganz entziehen kann. Immerhin werden in der Hälfte der Swing-States extreme Defizite in den rechten Quadranten erreicht, die in keinem der Staaten von einem der Kandidaten bedient werden. In diesem Zusammenhang ist auch darauf hinzuweisen, dass die Strategie von Trump keineswegs als pure Ignoranz bezeichnet werden kann, sondern mit der Schaffung „alternativer Fakten“ antwortet und Mehrheitspraktiken unter Missbrauch des Amtes lächerlich macht. Die Ergebnisse zeigen jedoch, dass diese Strategie nicht verfängt, da die Haltung der Bevölkerung gegenüber dem Establishment (zu dem Trump nun selbst gehört und dieses durch verzweifelte Versuche zum Machterhalt bestätigt) – das auch Experten einschließt – eine fundamentale Ablehnung darstellt.

Die Wertewelten der Kandidaten und Swing-States

Wie bereits eingangs erwähnt, sind neben der ganzheitlichen Sicht in der Ebene auch die Höhen und Tiefen – die Morphologie – der Wirklichkeit zu erfassen. Hierzu dient in diesem Projekt das System der Spiral Dynamics, in dem eine Zeitkomponente enthalten ist, die das Ergebnis zu einem raum-zeitlichen Gebilde werden lässt, das auch im physisch nachvollziehbar ist.

Grafik 1

Zunächst werde ich die Entwicklung der Kandidaten in der Zeit des Wahlkampfes darstellen. In der links stehenden Grafik 1 sind die Wertewelten von Trump und Biden vom März 2020 und vom Oktober 2020 gegenüber gestellt. Zum Vergleich ist das aktuelle Bild für die USA dargestellt.

Es sind gravierende Veränderungen festzustellen, die sich bei Biden weniger als bei Trump auswirken, jedoch in einem entscheidenden Sachverhalt beide nahezu gleich betreffen: Das noch im März zu sehende gut ausgeprägte Gemeinschaftsgefühl ist in die Bedeutungslosigkeit versunken. Dieser Absturz ist nicht auf die beiden Kandidaten begrenzt geblieben, sondern hat die gesamten USA erfasst und wird wahrscheinlich zu folgenschweren Verwerfungen der amerikanischen Gesellschaft führen.

Ein beunruhigendes Signal geht in diesem Zusammenhang von relativ starken Anteilen des roten WMems aus, das auf vorhandene Bereitschaft zum Einsatz von Gewalt hindeutet. Das gilt in stärkerem Maß für Trump als für Biden, es hat jedoch auch auf die gesamten USA übergegriffen. Daran hat die bei Joe Biden zu sehende Tendenz zu einer defensiven Haltung, die zu einem deutlichen Absinken seines Rotanteils im Oktober geführt hat, nichts ändern können. Als weitere Folge dieser Entwicklung kann der relativ große Anteil des WMems Gelb bei Biden im Oktober und der ebenfalls deutlich zu sehende Anteil von Gelb und Türkis im Spektrum der USA interpretiert werden. Es handelt sich dabei um wachsende Werthaltungen der zweiten Ordnung, die auf Ordnung und evolutionären Fortschritt innerhalb der Entwicklungsspirale ausgerichtet sind und hierzu spirituelle Methoden zur Erlangung höherer Vernunft einsetzen.

Besonders auffällig ist der Anstieg von Blau in der Wertewelt des Donald Trump, worin sich eine Schwerpunktverlagerung von Grün – dem Antagonisten von Blau – zu Blau und in geringem Ausmaß zu Orange zeigt, während der Niedergang von Grün im Profil von Biden zu einem Anstieg von Blau und Orange geführt hat, ohne das Verhältnis dieser Wertsysteme zueinander entscheidend zu verändern. Im nationalen Maßstab hat das schwache Grün zu einer Schwächung zivilgesellschaftlicher Kräfte geführt, die zu einem Übergewicht traditioneller Ordnungskräfte führen und zu einem Zuwachs von roten Energien führen können.

Grafik 2

In Grafik 2 wird eine Übersicht über Wertewelten in den 12 Swing-States gegeben. Alle Staaten ähneln sich in ihren Profilen bezüglich eindeutiger Dominanz von Orange, wesentlich schwächerem Blau und zu einer Restgröße geschrumpftem Grün. Besonders Starkes Orange bei sehr schwachem Blau zeigt sich für Wisconsin. Weitergehende Interpretationen würden den Rahmen dieses Beitrags sprengen und bleiben dem Betrachter überlassen.

Grafik 3

Grafik 4

Grafik 5

Ausgehend von diesen Daten für die Swing-States werden in den folgenden Grafiken die Beziehungen zwischen den Wertewelten der Staaten und den Kandidaten als Differenzen ihrer Wertewelten dargestellt. In Grafik 2 ist eine in allen Staaten zu sehende dominierende Aktivität von Orange zu sehen bei gleichzeitig bestehenden starken Defiziten von Blau. Wesentliche Aussage dieses Bildes ist das deutliche Zurückbleiben des für die USA charakteristischen Orange hinter den jeweiligen Staatswerten. Am stärksten ist dieses für die USA selbst, Texas und Florida zu sehen. Umgekehrt ist die von Trump betriebene Überprägung durch alternative Fakten ebenfalls überall durch einen Überschuss an Blau zu sehen. Auch in dieser Hinsicht bilden Florida und Texas durch deutlich schwächere Abweichung von Trumps Werten eine Ausnahme, so dass für diese beiden Staaten gesagt werden kann, dass sie dem Wertebild von Trump im Vergleich mit den anderen Staaten am nächsten kommen.

Die Situation für Joe Biden nähert sich im Vergleich mit Donald Trump insgesamt wesentlich stärker an die Wertewelten in den Swing-States an. Das gilt insbesondere auch für Florida und Texas und schließt das wesentlich besser angepasste Blau ein.

Abschließend stelle ich mit Grafik 5 den Unterschied zwischen den Kandidaten im Spiegel ihrer Wertewelten dar. Hier bestätigt sich das Bild, das sich in den vergangenen Wochen hinsichtlich der Erfolgschancen Bidens entwickelt hat. Er kann sich auf etwa 15% mehr uramerikanischer Energien (Orange) stützen als Trump, die ihrerseits unabdingbar mit dem Vertrauen in die und der Nutzung der wissenschaftlich-technischen Möglichkeiten verbunden sind. Genau hier liegt ein entscheidender Schwachpunkt in Trumps Strategie, der in der gegenwärtigen Pandemiekrise hautnah erfahrbar ist.

Über Fidelio

Ich bin 69 Jahre alt, verheiratet und habe zwei erwachsene Kinder. Meine berufliche Tätigkeit als Stadtplaner habe ich vor fünf Jahren beendet und ich widme mich seitdem intensiver um dieses Internetprojekt, Kommentare und Beiträge, die sich auf die hier veröffentlichten Themen beziehen sind mir willkommen!
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