Die Corona-Pandemie geht in eine neue Phase

Je länger die Pandemie anhält, desto unübersichtlicher wird die entstehende Gesamtsituation. Die Ursachen hierfür sind hauptsächlich in vier Quellen zu suchen:

  • Das Virus selbst verändert sich durch Mutationen und bringt immer neue Charakteristiken hervor, die erst nach Wochen und Monaten in ihrer Gefährlichkeit abgeschätzt werden können. Hieraus ergeben sich immer wieder Anpassungen der Massnahmen des Seuchenschutzes – zunächst vorsorgend, dann gezielt bekämpfend.

  • Die Bundesländer sind gesetzlich zuständige Stellen für die Seuchenbekämpfung und verordnen in ihren Hoheitsbereichen unterschiedliche Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie. Dabei kommt es zu unterschiedlichen Bewertungen der ergriffenen Maßnahmen im Hinblick auf deren Verhältnismäßigkeit zu den verbrieften Grundrechten der Verfassung. Gleichzeitig wird die Befolgung der Maßnahmen wegen der entstehenden Unübersichtlichkeit in der Praxis erheblich erschwert und die Befolgung durch örtliche Behörden und Privatpersonen wird teilweise bewußt unterlaufen oder abgewandelt.

  • Die Ausbreitung des Virus und seiner Mutanten ist bereits früh außer Kontrolle geraten, da eine Erfassung von Infektionsquellen nicht systematisch durchgeführt wurde und die Testung besonders gefährdeter Gruppen nur unzureichend erfolgte.

  • Die Strategie zur Bekämpfung der Pandemie wurde von Anfang an auf die schnellstmögliche Entwicklung eines Impfstoffs gestützt. Andere Möglichkeiten, wie z.B. die persönliche Vorsorge durch gesunde Lebensweise werden nicht in Ansatz gebracht. Die bereits lange bekannten grundsätzlichen Möglichkeiten der Antikörpertherapie und die bereits in den USA erzielten Erfolge in der speziellen Anwendung gegen Covid-19 wurden erst in jüngster Zeit von der Bundesregierung aufgegriffen.

Diese vier Punkte lassen sich in viele Einzelgründe aufgliedern, die insgesamt ein Bild vom Management der Krise ergeben, die sich jedoch mehr und mehr zur Katastrophe entwickelt. Der Unterschied zwischen Krise und Katastrophe liegt darin, dass die Krise eine notwendige Zuspitzung einer Entwicklung bedeutet, die notwendige Kräfte mobilisiert, um den Durchbruch zu einer Lösung von Problemen zu erreichen. Dagegen bricht die Katastrophe über die Menschen herein, ohne ihnen Zeit und Mittel zu lassen, sich ihrer zu erwehren und Schadensbegrenzung zu betreiben. Der Übergang von der Krise in die Katastrophe ist technisches und menschliches Versagen, für das Verantwortung von Einzelpersonen oder Systemen – politisch oder privat – zu übernehmen ist. Weiterlesen

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Lockdown in Deutschland – Gestrandet in der Pandemie-Krise

Altstadt von Dubrovnik (Kroatien)

Nach langer Flugabstinenz hatten meine Frau und ich uns im Sommer 2019 entschlossen, nun doch einmal eine etwas weitere Reise zu unternehmen. Wir hatten ein Jahr lang die Bahncard für Senioren genutzt und einige Städte- und Urlaubsreisen innerhalb Deutschlands unternommen und wollten nun nach den „Abenteuerreisen“ mit der Deutschen Bahn (die ergäben eine besondere Geschichte, die ich jedoch hier nicht erzählen will!) in der Obhut eines Reiseveranstalters eine Rundreise durch Kroatien, Bosnien-Herzegowina und Montenegro buchen. Wir wählten als Reisetermin den März 2020 und hatten bis dahin noch 9 Monate Zeit, in denen wir die Restlaufzeit unserer Bahncard für einige Bahnfahrten nutzen konnten. Weiterlesen

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Merz, Röttgen oder Laschet – Eine Wahlhilfe

Am 15. Januar soll es nun soweit sein – die CDU hält ihren ersten digitalen Parteitag ab, um ihren neuen Vorsitzenden zu wählen. Drei Kandidaten stehen zur Wahl, alles Männer! Ihre politischen Laufbahnen sind sehr unterschiedlich. Da gibt es den Finanzmanager Merz, der als Fraktionsvorsitzender der CDU der Kanzlerin weichen musste, der ehemalige Umweltminister Röttgen, der als Spitzenkandidat der CDU in Nordrhein-Westfalen ein schlechtes Wahlergebnis einfuhr und auf Geheiß Merkels gehen musste und schließlich der unglücklich lavierende CDU-Ministerpräsident Laschet in Nordrhein-Westfalen.

Die Wahl zwischen diesen Kandidaten stelle ich mir schwierig vor, da eine Vergleichbarkeit kaum gegeben ist. Das vor allgemeinen Wahlen so beliebte Verfahren, die zeitnah zur Wahl anstehenden politischen Entscheidungen zur Nagelprobe für die Wahlentscheidung zu machen, wird hier nicht weiterhelfen. Nachfolgend werde ich mit den Mitteln dieses Projekts einige Unterschiede der Kandidaten herausstellen, die der Systematik einer integralen Betrachtung folgen.

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