Die Wertewelten des Sheldon Adelson

Die Wertewelten der Superreichen – Sheldon Adelson

Sheldon Adelson wurde 1933 in der Nähe von Boston im US-Staat Massachusetts als eines von vier Kindern geboren. Seine Eltern waren jüdidsche Einwanderer aus der Ukraine, die in ärmlichen Verhältnissen lebten. Nach dem Militärdienst war Adelson in verschiedenen Berufen des Finanzsektors tätig bevor er 1979 sein Glück in Las Vegas mit dem Aufbau einer Computermesse versuchte. Das Konzept der Handelsmesse für Computer war ein voller Erfolg und breitete sich weltweit aus. Die Einnahmen aus diesem Geschäft investierte Adelson u. a. in den Kauf eines Hotels mit Casino und baute es zu einem Kongresszentrum aus. Ab 1995  konzentrierte er sich allein auf die Hotel- und Casinobranche und realisierte verschiedene Großprojekte in der Umgebung von Las Vegas, in Macau und in Singapur.

Sheldon Adelson Sheldon Adelson (relativ)

Die Wertewelt ist hier von vier überdurchschnittlichen Wertesystemen gekennzeichnet. Dominierend ist Purpur, gefolgt von Beige, Blau und Grün. Es steht damit ein komplexes Wertesystem zur Verfügung, das flexible Reaktionen auf äußere Einflüsse ermöglicht. Es fehlt jedoch eine Weiterentwicklung aus dem stark ausgeprägten Grün in die spirituelle zweite Ordnung hinein, die für die Harmonie in der Entwicklungsspirale wichtig wäre.

Die Dominanz von Purpur deutet auf die wirtschaftliche Grundlage des Reichtums von Sheldon Adelson hin, die auf dem magisch-animistischen Spieltrieb, der in den von Adelson betriebenen Kasinos zur Entfaltung kommt, gegründet ist. Der Satz: „Die Bank gewinnt immer“ ist der Grund, warum sich Reichtum auch ohne die offen zu Tage tretende Rationalität von Orange ansammelt. Ein leicht überdurchschnittliches Blau steht für das Spielbankensystem, das nach eigenen Ordnungsprinzipien funktioniert, nach denen sich die Spieler zu richten haben. Auf der anderen Seite bietet Grün durch Kleiderordnung, Umgangsformen, Spielregeln und gesellschaftliche Ereignisse den sozialen Rahmen, der es Spielern ermöglicht, etwaige moralische Bedenken gegen ihr Verhalten zu kompensieren oder zu verdrängen. Hierin ist jedoch der „unechte“ Charakter des „Glücksspiels“ der Spielbanken verborgen: Die scheinbar aus dem Nichts hervorquellende Geldmenge wird unter der „Gemeinschaft“ der Spieler nach der Gunst „höherer Mächte“ (der Glücksgöttin) verteilt. Der kurzzeitige Gewinn wird als Lohn des Wagnisses gefeiert: „Wer wagt-gewinnt“. Dabei wird die abverlangte Etikette und das salonähnliche Ambiente des Spielkasinos, das den wahren Charakter einer orangenen Geldmaschine verrät, als notwendiges Übel angesehen.

Insgesamt ergibt sich für die Glücksspielindustrie ein stimmiges Bild, das jedoch keine Perspektive auf eine Weiterentwicklung in der Entwicklungsspirale erwarten lässt.

Über Fidelio

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