Die Wertewelt des Larry Ellison

Die Wertewelten der Superreichen in den USA – Larry Ellison

Larry Ellison, eigentlich Lawrence Joseph Ellison wurde am 17. August 1944 in New York City geboren. Er ist Mitbegründer und Vorstandsvorsitzender der Software-Firma Oracle Corporation.

Seine Mutter Florence Spellman war eine 19-jährige alleinerziehende Mutter. Nachdem er im Alter von neun Monaten eine Lungenentzündung  überstanden hatte, schickte ihn seine Mutter nach Chicago, wo Tante und Onkel, Lillian und Louis Ellison wohnten, die das Kind adoptierten. Er studierte ab 1962 an der Universität von Illinois in Urbana-Champaign, brach das Studium aber nach dem Tod seiner Tante Lillian 1964 ab. Das Verhältnis zu seiner Adoptivmutter war sehr innig, die Beziehung zu seinem Adoptivvater gestaltete sich dagegen viel schwieriger, da dieser ihm oft sagte, dass er es nie zu etwas bringen würde. Larry besuchte  dann im Jahre 1966 für kurze Zeit noch die Universität von Chicago, ging dann aber nach Kalifornien und arbeitete die nächsten Jahre als Computer-Programmierer für verschiedene Unternehmen.

Ab 1973 arbeitete Ellison im Elektronik-Unternehmen Ampex, wo er Kollege des Programmierers Ed Oates wurde und unter Bob Miner arbeitete. Ellison und Oates verließen 1976 Ampex und Ellison ging zu Precision Instruments (später Omex), wo er Vice President für Forschung und Entwicklung wurde.

Im Jahr 1977 gründete Ellison mit Miner und Oates die Software Development Laboratories (SDL), die Auftragsprogrammierung für andere Unternehmen durchführten. Ellison sah die Möglichkeiten von SDL hierin nicht ausgeschöpft. Angeregt durch eine wissenschaftliche Arbeit des britischstämmigen Informatikers Edgar F. Codd, der darin ein relationales Datenbankmodell skizziert, sahen Ellison und seine Kollegen in diesem Ansatz kommerzielles Potenzial. Dieses Modell erlaubte es, große Datenmengen zu organisieren, diese sehr effizient zu speichern und schnell wieder darauf zurückzugreifen. Ellison, Bergmann, und Oates begannen auf Codds Daten-Management-Theorie basierend ein Konzept für die Entwicklung und Vermarktung eines entsprechenden Programms zu entwickeln. Sie erhielten einen Auftrag von der Central Intelligence Agency (CIA), eine Datenbank zu entwickeln, und sie begannen, ihr Konzept eines relationalen Datenbank-Programms umzusetzen. Im Jahr 1979 veröffentlichte das Unternehmen (heute Relational Software, Inc.) Oracle die erste kommerzielle Datenbanksprache mit dem Namen „Structured Query Language (SQL)„. Das vielseitige Datenbankprogramm wurde schnell populär und das Unternehmen wurde als innovatives Unternehmen bekannt.

Bekannt für Innovation und aggressives Marketing, wurde das Unternehmen 1982 in Oracle Systems Corporation (später Oracle Corporation) umbenannt. Das Flaggschiff des Unternehmens sorgte in den 1980-er Jahren für ein schnelles Wachstum, so dass im Jahr 1986 / 1987 der Börsengang von Oracle erfolgen konnte und zum größten Datenbank-Management-Unternehmen der Welt wurde. Im Jahre 1990 jedoch ergab eine interne Prüfung im Zuge einer Aktionärs-Klage, dass Oracle das Geschäftsergebnis zu hoch angesetzt hatte, und die Aktie des Unternehmens stürzte dramatisch ab. Ellison strukturierte das Oracle-Management um, und führte bis zum Ende des Jahres 1992 das Unternehmen auf ein gesundes Finanzfundament zurück.

In der Mitte der 1990-er Jahre sah Ellison die Möglichkeit, mit Microsoft zu konkurrieren, indem er eine preiswerte Alternative zum Desktop-Personalcomputer (PC) entwickeln wollte, den so genannten Netzwerk-Computer (NC). Der NC wurde nicht so vollständig wie ein Standard-PC ausgestattet und verwendete Daten und Software, die auf einem Server gespeichert waren. Es handelte sich somit um eine frühe Version dessen, was später als Cloud-Computing bekannt wurde. Der fortgesetzte Rückgang der PC-Preise und Verzögerungen bei der Entwicklung des NC führten dazu, dass PCs mit dem Microsoft Windows-Betriebssystem den Markt beherrschten. Ellison gab später zu, dass die NC technologisch verfrüht waren.

Mehr Erfolg hatte Ellison mit seinen frühen Internet-Ambitionen. Oracle entwickelte Produkte, die mit World Wide Web-Technologien kompatibel waren und neues Wachstum für das Unternehmen bewirkten. In den frühen 2000-er Jahren begann Ellison mit einer aggressiven Strategie konkurrierende Software-Unternehmen aufzukaufen. Zu den zahlreichen Firmenkäufen gehörten Multi-Milliarden-Dollar-Käufe von Peoplesoft (2005), Siebel (2006), BEA (2008) und Sun Microsystems (2010).

Ellison zählt im Silicon Valley zu den umstrittensten Personen, für seinen großen Erfolg bewundert aber für seine manchmal skrupellosen Geschäftsmethoden und seinen demonstrativen Konsum verurteilt. Er ist ein begeisterter Segler, der ein Team gründete, das 2010 den renommierten America ’s Cup gewann. Im Jahr 2012 kaufte Ellison 98 Prozent der hawaiianischen Insel Lanai. Im September 2014 trat Ellison als CEO von Oracle zurück, blieb aber als Executive Chairman (Verwaltungsratsvorsitzender) und Chief Technology Officer im Unternehmen weiter tätig.

Larry Ellison Larry Ellison

 

 

 

 

 

 

Die Wertewelt von Larry Ellison ist von Erfolg (Orange) und Sorge um die fundamentalen Existenzgrundlagen des Menschen (Beige) geprägt. Es kann davon ausgegangen werden, dass es sich hier nicht um ein Zufallsergebnis handelt, da die Wertememe in einem logischen Zusammenhang stehen, der unter dem Einfluss des strukturierenden spirituell aufgeladenen Türkis steht. Das eher durchschnittlich ausgeprägte Grün ist hier als Durchgangsstation zu sehen, von der eine Weiterentwicklung zu Türkis stattgefunden hat. Eine persönliche Zuordnung des stark ausgeprägten Beige ist jedoch auf der Grundlage der erreichbaren Informationen nicht möglich.

Über Fidelio

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