Archive - August 2016

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Die Wertewelten von Forrest Edward, Jaqueline und John Franklyn Mars
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Der Krötenstuhl
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Die Wertewelten von Larry Page und Sergey Brin
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Die Wertewelten des Sheldon Adelson
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Die Wertewelten des Mark Zuckerberg
6
Die Wertewelten des Jeff Bezos
7
Die Wertewelten des Michael Bloomberg
8
Die Wertewelten der Wal-Mart-Erben
9
Die Wertewelten der Brüder Charles und David Koch
10
Die Wertewelt des Larry Ellison

Die Wertewelten von Forrest Edward, Jaqueline und John Franklyn Mars

Die Wertewelten der Superreichen – Forrest Jr. Jaqueline und John Franklyn Mars

Forrest Edward Mars Jr. und seine Geschwister John und Jacqueline sind Eigentümer der Firma Mars Inc., einem der weltweit größten Süßwarenhersteller mit ca. 33 Milliarden $ Jahresumsatz. Das Unternehmen war 1911 von ihrem Großvater gegründet worden und begann in einer Waschküche mit der Schokoladenproduktion. Sein Erfolg beruhte auf einem Schokoriegel mit dem Markennamen Milky Way. Ihr Vater Forrest Sr.  entwickelte einen Schokoriegel mit Malzgeschmack, der den Namen der Unternehmerfamilie trägt und gründete 1932 in England ein eigenes Unternehmen. Er führte die beiden Unternehmen 1964 zusammen. Neben dem Marsriegel und einen Snickers genannten Schokoriegel mit Nougat und Erdnüssen, die zum Kern der Produktpalette wurden, produziert das Unternehmen weitere Süßwaren unter bekannten Markennamen wie Balisto, M&M’s, Twix und Wrigley. Neben Süßigkeiten stellt das Unternehmen auch Lebensmittel, insbesondere Reis unter dem Markennamen Uncle Ben`s sowie Tiernahrung u.a. der Marken Pedigree und Whiskas her.

Mars Inc. hielt seit 1995 ein inzwischen abgelaufenes Patent zum Einsatz von umstrittenen Nanoteilchen in der Lebensmittelverarbeitung. Die beschriebene Technologie ermöglicht es, mittels einer Beschichtung aus Titandioxid zu verhindern, dass Schokolade nach längerer Aufbewahrung einen grauen Überzug entwickelt. Die Beschichtungen können auch auf Keksen, Kartoffelchips und Frühstücksmüsli verwendet werden. Das Unternehmen erklärte, es setze die Technologie nicht ein. Weitere Kritiken an dem Unternehmen bezog sich auf Tierversuche an Ratten und die Duldung von Kinderarbeit bei der Kakao-Produktion.

Die Familie Mars ist nach der Familie Walton die reichste Familie Amerikas. Die Familie legt großen Wert auf den Schutz ihrer Privatsphäre. Sie lehnt mit Ausnahme von Jaqueline Mars und Victoria B. Mars Presseinterviews ab und möchte nicht fotografiert werden.

Forrest Mars, Jr. wurde am 16. August 1931 in Oak Park, Illinois geboren. Er starb am 26. Juli 2016 an den Folgen eines Herzinfarkts. Er machte Studienabschlüsse an der Yale-Universität und an der New York University. Aus zwei Ehen gingen sieben Kinder hervor.

Forrest Mars Jr. besaß eine Ranch mit 33.000 ha Grundbesitz am Tongue River in Montana. Sie liegt in einem Gebiet, dass zu den ergiebigsten Kohle- und Gasfeldern der USA zählt. Mars versuchte, die Erschließung dieser Lagerstätten durch die Inhaber der Rechte zu verhindern. Er war besorgt, dass die Bergbauaktivitäten die Grundwasservorräte in einem nicht hinnehmbaren Ausmaß schmälern könnten und seine Ranch gefährden.

Das Ehepaar Mars unterstützte die Colonial Williamsburg Foundation maßgeblich, damit diese ein Kaffeehaus aus dem 18. Jahrhundert rekonstruieren konnte und es unterstützte maßgeblich die Restauration des Fort Ticonderoga, einer strategisch wichtigen Festungsanlage aus dem späten 18. Jh..

Jacqueline Mars wurde am 10. Oktober 1939 geboren. Sie ist die Tochter von Forrest Mars, Sr. und die Enkelin des Firmengründers Franklin Clarence Mars. Ihren Collegeabschluss machte sie in Anthropologie. Sie engagiert sich für den Reitsport der USA und sitzt im Vorstand der Washington National Opera und der National Sporting Library and Fine Art Museum.

Ihre Geschwister sind Forrest Mars, Jr. und John Franklyn Mars. Jacqueline Mars besitzt ein Anwesen an der Landmark School Road in Dover, Virginia. 2013 verursachte sie einen schweren Verkehrsunfall, bei dem ein Mensch starb. Sie unterscheidet sich von der Mehrheit der Familie insoweit, als sie bedingt durch ihre öffentlichen Ämter weniger öffentlichkeitsscheu ist.

John Franklyn Mars wurde am 15. Oktober 1935 als zweites Kind des Süßwarenherstellers Forrest Mars Sr. geboren. Er studierte an der Yale Universität. Im März 2015 wurde er von Königin Elisabeth II. zum Ehrenritter geschlagen.

Forrest Mars Jr. Forrest Mars Jr. (relativ)
Jacqueline Mars Jacqueline Mars (relativ)
John Franklyn Mars John Franklyn Mars (relativ)
Die Wertewelten der drei Geschwister unterscheiden sich erheblich. Während bei Forrest Jr. und Jaqueline ein sehr starkes bzw. starkes Gelb zu sehen ist, fehlt dieses bei John Franklyn. Der starke Einfluss von Gelb ist eine logische Konsequenz aus dem in der ersten Ordnung neben Beige dominierenden Grün. Insgesamt liegt das Wertespektrum der ersten Ordnung im Mittel aller untersuchten Milliardäre der USA. Eine solche unauffällige Positionierung kann in Hinsicht auf die Süßwaren-Produktpalette, die aus gesundheitspolitischer Sicht umstritten ist, eher hilfreich als schädlich sein.

In der Wertewelt von Jaqueline Mars tritt Orange zu dem starken Gelb hinzu. Hierin kommt die persönliche Profilierung in den öffentlichen Ämtern zum Ausdruck. Gleichzeitig hat Blau hier eine größere kontrollierende Wirkung auf Grün.

In der Wertewelt von John Franklyn fehlt der Einfluss des individuell-spirituellen Gelb auf die WMeme der ersten Ordnung gänzlich. Dem entsprechend fehlt auch Grün als Basis gänzlich. Lediglich Blau und Orange sind hier überdurchschnittlich ausgeprägt. Das starke Blau gibt einen Hinweis auf straffe Ordnungsstrukturen, die eine persönliche Entfaltung, wie sie in Orange möglich wäre, nicht zulassen.

Bei der Interpretation muss das hohe Alter der drei Personen mit in Betracht gezogen werden. Hierzu können jedoch mangels Informationen an dieser Stelle keine Aussagen getroffen werden.

 

Der Krötenstuhl

Eine der kulturellen Gemeinsamkeiten aller Zeiten und aller Kulturen ist der Gebrauch von geistbewegenden und stimulierenden Mitteln pflanzlicher und tierischer Herkunft. Was der heutigen modernen Gesellschaft als tolerierbarer Genuss gilt, ist lediglich eine kleine Auswahl dessen, was traditionell bei Naturvölkern gebraucht wurde und wird, und so ist es legitim, allerlei verbotene Stoffe als Schauobjekte und Mittel der Anschauung in den Kulturbetrieb einzubringen.

Unter dem Titel „Der Fliegenpilz“ fand 1991 eine Ausstellung im Hagener Karl Ernst Osthaus-Museum zur kulturellen Bedeutung des Fliegenpilzes statt. Ich hatte davon in der Tageszeitung gelesen und war sofort davon angesprochen, da ich mich zu der Zeit mit Naturheilkunde, Medizingeschichte und Alchemie beschäftigte.  Mein Interesse an solchen Themen war durch meine Mutter geweckt worden, die mich öfter zu einem Heilpraktiker mitnahm, bei dem sie in Behandlung war und den sie auch um Rat bezüglich meiner Gesundheit fragte. Was es mit dem Fliegenpilz auf sich hatte, war mir überhaupt nicht bewusst, weder hatte ich ihn je in natura gesehen, noch hatte ich von ihm gelesen oder gehört. Aber ich hatte wage davon gehört, dass er sehr giftig sei. Meine Neugier war daher sehr groß. Was sollte an diesem für mich unscheinbaren Pilz, einer Gefahr für Mensch und Tier so besonderes sein, dass er für würdig befunden wurde, ihm ein Museum zu widmen?

In die Ausstellung konnte ich nicht mehr gehen, dafür war es für mich zu spät. Ich besorgte mir daher das zu der Ausstellung erschienene Buch und las über die große Weite des im Verborgenen wirkenden Fliegenpilzes – und dies in seiner zweifachen Bedeutung. Als Netzwerk breitet sich sein Mycel, wie das aller bodenständigen Pilze, im Boden aus, in seinen sichtbaren Fruchtkörpern erfreut er Kinder und Erwachsene durch seine Wandlungsfähigkeit von dem zunächst eiförmigen weißen Knoten zu einem länglich gestreckten „Zwillingsei“ bis zum waagerechten Hut mit den charakteristischen weißen Tupfen und durch seine gefällige Erscheinung, die ihn zum Stopfpilz, zur Spardose und zum Zauberpilz in Märchen werden ließen. In seiner Beziehung zu den Menschen ist er dennoch unsicher, für die Urahnen war er heilig und ist es für viele indigene Völker auch heute noch, für moderne Menschen stellt er dagegen eher eine Bedrohung dar. Seine Inhaltsstoffe rufen nach seinem Verzehr Übelkeit oder Halluzinationen hervor, was ihn zu einem Helfer der Schamanen auf ihrer Reise zu den Geistern macht bekommt dem von allen Geistern verlassenen Menschen schlecht. Auf set und setting kommt es an, diese von Timothy Laery aufgestellte Regel besagt, dass erst in der richtigen persönlichen Einstimmung auf das Drogenerlebnis in einer passenden Umgebung mit einer angenehmen Wirkung einer Droge zu rechnen ist.

Wollten die Ausstellungsmacher mit ihrem Fliegenpilzprojekt nun die in den 1960-er und 1970-er Jahren geführte Drogendebatte neu entfachen? Diesem „Verdacht“ beugte bereits der einleitende Artikel des Buches vor, der den Fliegenpilz in den Zusammenhang mit der sich in den 1990-er Jahren stattfindenden Wandlung der Museumskonzeption stellte. Die immense Verbreitung des Fliegenpilzes als künstliches Produkt des Menschen sollte in den Kontrast zu den natürlichen Eigenschaften dieses Pilzes, die zumindest hinsichtlich seines Giftpotentials im Widerspruch zu seiner Popularität stehen, gebracht werden. Gerade weil zum Fliegenpilz weitgehende und relativ feste Vorurteile bestehen, erschien er den Ausstellungsmachern besonders geeignet, eine Alternative zum gängigen Ausstellungs- und Museumsbetrieb darzustellen. Das Museum sollte nicht länger eine Bastion philosophisch abstrakter Erörterungen sein, sondern auch zum Ort der Erkenntnis werden, „ein Gehäuse, in dem die Wechselbeziehung zwischen bestimmten Überzeugungen, wie die Welt beschaffen sei, und den Formen der Wahrnehmung wie des Sich-Verhaltens in der Welt thematisiert ist“. Was den Fliegenpilz unter dieser Zielsetzung nach Ansicht der Ausstellungsmacher qualifiziert, ist der Umstand, dass diese Pflanze geistbewegende Eigenschaften hat und so eine materielle Brücke zwischen Geist und Natur darstellt. Ihre Eigenschaften und ihre Bedeutung zu beschreiben erfordert, verschiedene Wissenskomplexe aufeinander zu beziehen und damit die Grenzen der Fachwissenschaften zu sprengen.

Mit den Zielsetzungen dieses Museumsprojektes konnte ich mich sehr gut identifizieren. Seit meinem 18. Lebensjahr hatte ich mich mit der Weltsicht des modernen Mystikers Teilhard de Chardin, der sich in seinen Schriften immer wieder als „Mann der Wissenschaft“ bezeichnete und als Mystiker die Grenzen seiner Wissenschaft, der Naturwissenschaft, überschritt, befasst. Es zeigte sich nun eine weitere Bestätigung meiner Weltsicht und ich beschloss, eigene Erfahrungen im Sinne des Fliegenpilzprojekts zu sammeln. In älteren Schriften zur „ewigen Philosophie“ hatte ich Spekulationen über die Herstellung des von den Indern und Iranern in frühgeschichtlicher Zeit benutzten Soma und des von den alten Griechen gerühmten Ambrosia gelesen. Hierin sollte der Fliegenpilz als wichtigste Zutat der Tränke die charakteristische Wirkung hervorrufen, wie sie auch in den nordischen Erzählungen von den Berserkern beschrieben sind. Mein Ziel war es, meine Interpretation der für mich verfügbaren Informationen zu überprüfen. Hierzu wollte ich einen Auszug des Fliegenpilzes in einem Kombucha-Ansatz herstellen.

Zur Umsetzung meines eigenen Fliegenpilzprojekts benötigte ich zunächst einige Fliegenpilze. Der Fliegenpilz wächst in Höhen ab 300 m über dem Meeresspiegel, und ich wohnte auf dem platten Land bei etwa 80 m. Die höchsten Erhebungen im näheren Umfeld erreichten etwa 175 m. Als Standorte bevorzugt der Pilz Nadelwaldschonungen. Mit diesem Wissen machte ich mich auf die Suche und arbeitete mich langsam hoch bis Bielefeld, wo gerade mal 320 m Höhe erreicht werden, aber keine passende Nadelwaldschonung existierte. Nach mehreren ergebnislosen Anläufen blieb mir nur das Sauerland. Das Sauerland ist groß und ich wollte in diesem großen Gebiet nicht planlos umherfahren. Wenn der Fliegenpilz als Artefakt unsere Kultur so tief durchdrungen hat, wie es von den Ausstellungsmachern des Fliegenpilzprojekts beschrieben wurde, musste es Spuren in den Ortsbezeichnungen von der Stadt bis hinunter zu Flur– und Gewannenbezeichnungen geben. Da die kultischen Praktiken zur Anwendung des Fliegenpilzes sich ausschließlich im Verborgenen abspielten, war nur zu erwarten, dass sich Hinweise nur unter Tarnbezeichnungen für diesen Pilz finden ließen. Gleichzeitig wäre damit die große Bedeutung, die er für den bezeichneten Ort hat, belegt. Spontan fiel mir dazu der Name „Warstein“ ein. Träger dieses Namens ist eine Stadt im Sauerland, die Sitz einer Brauerei ist, deren Bier nach der Stadt benannt ist. Intuitiv war Warstein für mich eine Kurzbezeichnung für den „Stein der Weisen“ und da es nach meiner Recherche im Internet keine plausiblere Erklärung  für den Namen gab, war die Bedeutungskette Warstein-Stein der Weisen-Fliegenpilz ein ausreichender Grund, hier weiter nach Belegen für die kultische Bedeutung des Ortes zu suchen.

Heute bestätigt sich mir die Auffassung von dem Begriff durch seine Etymologie. Das in „Warstein“ enthaltene „War“ geht auf das althochdeutsche wāra = Vertrag, Treue zurück. Wāra wiederum ist vom indogermanischen ṷer- = vertrauenswert, Gunst, Freundlichkeit abgeleitet. Dieselbe Idee steckt in den Wörtern gewähren und Wirt. Wahrheit ist die Gunst des Ganzen, die es den Teilen gewährt.

Das Substantiv Stein hat verschiedene Bedeutungen. In der Regel bezeichnet es einen natürlichen, aus Mineralien bestehenden, festen, harten Körper wie beispielsweise Fels. Es ist seit dem 8. Jahrhundert nachgewiesen, findet sich in althochdeutschen und mittelhochdeutschen Texten und es wird von weiteren altdeutschen Sprachen abgeleitet, wo es meist „stēn“ genannt wird. Die gemeinsame Wurzel des Wortes liegt im Germanischen „staina“ (Stein) und der indoeuropäischen Silbe stai- ([sich] verdichten, zusammendrängen, stopfen, gerinnen, stocken).

Im Zusammenhang mit „War-“ kommt nur die übertragene Bedeutung, die ihm die Alchemisten des Mittelalters als „Stein der Weisen“ gaben, in Betracht. Der lapis philosophorum, wie ihn die Alchemisten lateinisch nannten, war eine Zubereitung, durch die man angeblich Metalle in Gold und Silber verwandeln konnte und die darüber hinaus auch andere wundersame Dinge bewirken sollte. Der Vergleich mit einem Stein deutet darauf hin, dass die verwendeten Substanzen im Ausgangszustand die Gestalt und Festigkeit eines Steines besessen hatten.

Der „Stein der Weisen“ verbreitete sich als Metapher unter Dichtern und Philosophen als Bezeichnung für das Unmögliche oder für okkulte Praktiken und Teufelswerk. So sah sich Paracelsus veranlasst, seine geistige Heimat auf dem Boden der Kirche zu verorten: „man macht zwar viel rühmens von dem lapide philosophorum, dem stein der weisen, dasz er das metall in gold verwandeln soll. aber von gröszerer kraft ist die heilige taufe“. Der Dichter Novalis meinte noch im ausgehenden 18. Jahrhundert: „es gibt keine philosophie in concreto. philosophie ist wie der stein der weisen, die quadratur des zirkels“. Der Dichter Ludwig Wieland spöttelte dagegen: „dem schimmernden gespenst, das ewig opfer heischet, und, gleich dem stein der narren, die hoffnung ewig täuschet.“ Auch Umdeutungen kamen vor, wie bei Angelus Silesius: „Jesus ist der weisen stein, der gesundheit giebt und leben“. (Zitate in diesem Absatz nach dem Deutschen Wörterbuch der Brüder Grimm)

Nach dieser Abschweifung zurück zu meinem Projekt praktischer Philosophie. Nachdem ich die Stadt gefunden hatte, auf deren Gebiet der Fliegenpils zu finden sein sollte, war nun die Detailsuche erforderlich. Dazu besorgte ich mir ein Messtischblatt von Warstein und suchte dieses nach Lagebezeichnungen ab, die Hinweise auf den Fliegenpilz enthielten. Schon bald fand ich ein Waldstück mit der Bezeichnung „Am Krötenstuhl“ und war sehr erstaunt, dass sich dieser Name ohne irgendwelche Beifügungen oder sprachliche Veränderungen direkt aus der Liste von Tarnnamen des Fliegenpilzes ergab. Aus der Karte war die Höhe des Geländes zu entnehmen, auch dieses Kriterium war erfüllt. Im folgenden August fand ein Familienausflug nach Warstein statt. Das Waldstück „Am Krötenstuhl“ war leicht zugänglich. Es bestand aus einer Tannenschonung am Rand eines Laubwaldes. Während der Rest der Familie einen Waldspaziergang unternahm, erkundete ich die Tannenschonung. Es war wie im Märchen: Der Boden war bedeckt mit prächtigen Fliegenpilzen. Das Spiel der Sonnenstrahlen zwischen den Tannen machte die Szenerie noch lebhafter als sie ohnehin schon durch die unterschiedlich großen, mehr oder weniger getupften Pilzhüte war. Ich pflückte drei besonders gut aussehende Pilze und tat sie in mein Netz. Als ich mit meinen Pilzen aus der Schonung heraustrat, begegneten mir zwei alte Damen, die mich entsetzt ansahen und mich darauf aufmerksam machten, dass es sich bei den gesammelten Pilzen um Fliegenpilze handelte. Zur Beruhigung erklärte ich, es handle sich dabei um Futter für die Hühner. Man habe – was auch stimmt – früher die Hühner mit Fliegenpilzen gefüttert, und das wolle ich nun bestätigt wissen. Ohne weitere Fragen an mich setzten die beiden Damen ihren Weg fort.

Was das Endergebnis dieses Projekts angeht, so ist lediglich zu berichten, dass ich den Pilzauszug wie beabsichtigt herstellte und hiervon geringe Mengen zu mir nahm und vorsichtig steigerte, bis sich ein Brechreiz einstellte. Nach dem Abklingen zeigte sich nach einigen Stunden eine stimulierende Wirkung, die jedoch nicht mit den in der Literatur beschriebenen Wirkungen vergleichbar war. Damit war dieser Selbstversuch beendet.

 

 

 

Die Wertewelten von Larry Page und Sergey Brin

Die Wertewelten der Superreichen – Larry Page und Sergey Brin

Larry Page, mit vollem Namen Lawrence Edward Page , wurde am 26. März 1973 in East Lansing, Michigan, USA geboren. Er ist Informatiker und Unternehmer und hat mit Sergey Brin die Online-Suchmaschine Google entwickelt, die zu einer der erfolgreichsten Webseiten im Internet geworden ist.

Page, dessen Vater Professor für Informatik an der Michigan State University war, machte 1995 einen Abschluss in Computer Engineering an der Universität von Michigan und wurde in das Promotionsprogramm an der Stanford Universität aufgenommen, wo er Brin traf. Die beiden waren fasziniert von der Idee, aus der Masse von Internetdaten bestimmte Daten mit hoher Genauigkeit herauszufiltern. Von ihrem Studentenzimmer aus entwickelten sie eine neue Suchmaschinen-Technik, die das Potential der von den Web-Nutzern erzeugten Häufigkeiten des Aufrufs von Websiten nutzt. Den Schlüssel hierfür bildet die Anzahl der Backlinks beim Internet-Surfen, aus denen ein Ranking von Internetseiten erstellt wird.

Für die Entwicklung ihres Projekts warben Page und Brin ungefähr eine Mio. Dollar  an Fremdmitteln von Investoren, Familie und Freunden ein. Sie nannten ihre neue Suchmaschine Google – abgewandelt von googol – einem mathematischen Begriff für eine Eins mit 100 Nullen. Bis September 1998 hatten die Beiden Google Inc. gegründet, mit Page als Chief Executive Officer (CEO). Im folgenden Jahr erhielt Google 25 Millionen Venture-Capital-Finanzierung und verarbeitete 500.000 Anfragen pro Tag.

Page trat im Jahr 2001 als CEO zurück und übernahm das Produkt-Management. Seine Position als CEO wurde von Eric Schmidt übernommen. Sowohl Page als auch Brin behielten weiterhin die Fäden des Unternehmens in der Hand. Bis zum Jahr 2004 wurde die Suchmaschine 200 Millionen Mal pro Tag verwendet. Am 19. August 2004 ging Google Inc. an die Börse (IPO) und  dem Unternehmen wurden hierdurch mehr als 3,8 Milliarden $ frisches Kapital zugeführt. Die von Google verfolgten Firmenzukäufe spiegeln die Bemühungen wider, das Angebotsspektrum über die Internetsuche hinaus zu erweitern. Im Jahr 2006 kaufte Google für 1,65 Milliarden $ YouTube – das beliebteste Webportal für Streaming-Videos. Im Jahr 2011 wechselte Page wieder auf die Position als Google-CEO und Schmidt wurde Executive Chairman. Google wurde im August 2015 zur Tochtergesellschaft der neu gegründeten Holdinggesellschaft Alphabet Inc. und Page wurde CEO von Alphabet.

Sergey Brin wurde am 21. August 1973 in Moskau, Russland, U.S.S.R. geboren. Er gründete zusammen mit Larry Page die Online-Suchmaschine Google, eine der erfolgreichsten Websites im Internet.

Brins Familie zog 1979 von Moskau in die Vereinigten Staaten. Nach Abschluss seines Studiums in  Informatik und Mathematik an der University of Maryland, wurde er 1993 in das Graduiertenprogramm der Stanford Universität aufgenommen, wo er Page traf, der hier ebenfalls studierte.

Larry Page Larry Page (relativ)
Sergey Brin Sergey Brin (relativ)
Die Wertewelten von Larry Page und Sergey Brin sind sich sehr ähnlich. In welchem Maße diese Ähnlichkeit auf das gemeinsame Engagement bei Google zurückzuführen ist, oder ob es sich um die persönliche „Seelenverwandtschaft handelt, die erst das gemeinsame Projekt Google möglich machte, ist hier nicht zu entscheiden. Unterschiede finden sich hier vor allem in der Ausprägung von Purpur, Rot, Orange und Türkis. Es deutet sich hierin an, dass der kulturelle Einfluss seiner russisch geprägten Familie in einem stärkeren Purpur und Türkis bei Sergey Brin zum Ausdruck kommen könnte. Dagegen ist in der Wertewelt von Larry Page ein größerer Einfluss von Orange zu sehen. Das kann seiner Funktion als CEO in der Firma geschuldet sein, aber auch die stärker an der Mentalität amerikanischer Unternehmer ausgerichtete Werthaltung kann hierfür ausschlaggebend sein. Für das Gesamtbild entscheidend sind die Impulse, die das Gesamtsystem von dem spirituell aktiven Türkis der zweiten Ordnung in der Entwicklungsspirale empfängt.

 

Die Wertewelten des Sheldon Adelson

Die Wertewelten der Superreichen – Sheldon Adelson

Sheldon Adelson wurde 1933 in der Nähe von Boston im US-Staat Massachusetts als eines von vier Kindern geboren. Seine Eltern waren jüdidsche Einwanderer aus der Ukraine, die in ärmlichen Verhältnissen lebten. Nach dem Militärdienst war Adelson in verschiedenen Berufen des Finanzsektors tätig bevor er 1979 sein Glück in Las Vegas mit dem Aufbau einer Computermesse versuchte. Das Konzept der Handelsmesse für Computer war ein voller Erfolg und breitete sich weltweit aus. Die Einnahmen aus diesem Geschäft investierte Adelson u. a. in den Kauf eines Hotels mit Casino und baute es zu einem Kongresszentrum aus. Ab 1995  konzentrierte er sich allein auf die Hotel- und Casinobranche und realisierte verschiedene Großprojekte in der Umgebung von Las Vegas, in Macau und in Singapur.

Sheldon Adelson Sheldon Adelson (relativ)

Die Wertewelt ist hier von vier überdurchschnittlichen Wertesystemen gekennzeichnet. Dominierend ist Purpur, gefolgt von Beige, Blau und Grün. Es steht damit ein komplexes Wertesystem zur Verfügung, das flexible Reaktionen auf äußere Einflüsse ermöglicht. Es fehlt jedoch eine Weiterentwicklung aus dem stark ausgeprägten Grün in die spirituelle zweite Ordnung hinein, die für die Harmonie in der Entwicklungsspirale wichtig wäre.

Die Dominanz von Purpur deutet auf die wirtschaftliche Grundlage des Reichtums von Sheldon Adelson hin, die auf dem magisch-animistischen Spieltrieb, der in den von Adelson betriebenen Kasinos zur Entfaltung kommt, gegründet ist. Der Satz: „Die Bank gewinnt immer“ ist der Grund, warum sich Reichtum auch ohne die offen zu Tage tretende Rationalität von Orange ansammelt. Ein leicht überdurchschnittliches Blau steht für das Spielbankensystem, das nach eigenen Ordnungsprinzipien funktioniert, nach denen sich die Spieler zu richten haben. Auf der anderen Seite bietet Grün durch Kleiderordnung, Umgangsformen, Spielregeln und gesellschaftliche Ereignisse den sozialen Rahmen, der es Spielern ermöglicht, etwaige moralische Bedenken gegen ihr Verhalten zu kompensieren oder zu verdrängen. Hierin ist jedoch der „unechte“ Charakter des „Glücksspiels“ der Spielbanken verborgen: Die scheinbar aus dem Nichts hervorquellende Geldmenge wird unter der „Gemeinschaft“ der Spieler nach der Gunst „höherer Mächte“ (der Glücksgöttin) verteilt. Der kurzzeitige Gewinn wird als Lohn des Wagnisses gefeiert: „Wer wagt-gewinnt“. Dabei wird die abverlangte Etikette und das salonähnliche Ambiente des Spielkasinos, das den wahren Charakter einer orangenen Geldmaschine verrät, als notwendiges Übel angesehen.

Insgesamt ergibt sich für die Glücksspielindustrie ein stimmiges Bild, das jedoch keine Perspektive auf eine Weiterentwicklung in der Entwicklungsspirale erwarten lässt.

Die Wertewelten des Mark Zuckerberg

Die Wertewelten der Superreichen – Mark Zuckerberg

Mark Zuckerberg, wurde als Mark Elliot Zuckerberg am 14. Mai 1984 in Dobbs Ferry, New York geboren. Er ist einer der Gründer des sozialen Netzwerks Facebook und seit 2004 CEO des gleichnamigen Unternehmens.

Nach dem Besuch der Phillips Exeter Academy schrieb sich Zuckerberg im Jahr 2002 an der Harvard Universität ein. Im Februar 2004 startete er thefacebook.com, ein von ihm entwickeltes Verzeichnis, in das Mitstudenten persönliche Informationen und Fotos eintragen konnten. Innerhalb von zwei Wochen hatte sich die Hälfte der Studenten angemeldet. Zuckerbergs Mitbewohner, Dustin Moskovitz und Chris Hughes, halfen ihm, Funktionen hinzuzufügen und machten das System für andere Universitätsstandorte der USA verfügbar.

Facebook ermöglicht die Erstellung von privaten Profilen zur Darstellung der eigenen Person, von Unternehmensseiten zur geschäftlichen Präsenz, sowie von Gruppen zur privaten Diskussion gemeinsamer Interessen und wurde schnell populär. Die Profile können durch Freundschaftsanfragen untereinander vernetzt werden, wobei eine unbeschränkte Anzahl von Abonnenten möglich ist, die Höchstgrenze ist jedoch auf 5.000 Freunde (direkte Verbindungen) festgelegt. Der von ihm erdachten Vernetzungsstruktur  gab Zuckerberg den Namen „Social graph„.
Im Sommer 2004 zog das Trio an seinen heutigen Hauptsitz in Palo Alto, Kalifornien um, wo Zuckerberg den Investor Peter Thiel als Kapitalgeber für das Unternehmen gewann. Gleichzeitig beendete Zuckerberg sein Studium in Harvard um sich als CEO auf das noch junge Unternehmen zu konzentrieren. Im Mai 2005 erhielt Facebook seine erste große Risikokapital-Einlage in Höhe von 12,7 Mio. $. Vier Monate später ermöglichte Facebook auch die Registrierung von High-School-Studenten. Unterdessen beteiligten sich auch ausländische Hochschulen und Universitäten an dem Projekt und bis September 2006 war die Öffentlichkeit des Netzwerks soweit hergestellt, dass sich Nutzer mit einer E-Mail-Adresse an ihrem regionalen Netzwerk anmelden konnten. Zu diesem Zeitpunkt lehnte Zuckerberg ein Übernahmeangebot von Yahoo in Höhe von einer Milliarde $ ab. Etwa ein Jahr später kam es zu einer 1,6%-igen Beteiligung von Microsoft an Facebook, wodurch dem Unternehmen frisches Geld in Höhe von 240 Mio. $ zugeführt wurde; zwei Jahre später übernahm Digital Sky Technologies für 200 Mio. $ einen 1,96-Prozent-Anteil. Nach dem 2012 erfolgten Facebook-Börsengang (IPO) wurde Zuckerbergs Vermögen auf mehr als 19 Mrd. $ geschätzt.

Mark Zuckerberg Mark Zuckerberg (relativ)

Die Wertewelt von Mark Zuckerberg ist überwiegend von Grün bestimmt. Daneben ist Orange geringfügig überdurchschnittlich ausgeprägt. Ein Übergang auf die spirituelle Ebene der zweiten Ordnung ist trotz des starken Grün nicht erfolgt. Insgesamt ist die Wertewelt hier sehr fragil strukturiert. Im Vordergrund steht das Facebook-Prinzip, das dem Wirkungsspektrum des WMem Grün nachgebildet ist. Ein Regulativ in Form von blauen Strukturen ist nicht in ausreichendem Umfang vorhanden. Es besteht so die Gefahr, dass die in Grün entwickelten sozialen Modelle Ressourcen verbrauchen, die von Orange auf Dauer nicht bereitgestellt werden können. An dieser Stelle ist darauf hinzuweisen, dass es sich hier weder um ein persönliches Profil von Mark Zuckerberg noch um ein Firmenprofil oder Facebook-Profil handelt, sondern um ein virtuelles Bild des Phänomens „Mark Zuckerberg“ (seiner „Wertewelt„), welches ihn selbst, seine Mitarbeiter, die Firmenkunden (User) und darüber hinaus die interessierten Internetnutzer einschließt. Unmittelbare Rückschlüsse auf die wirtschaftliche Lage von Facebook sind deshalb aus diesen Informationen nicht möglich. Es ist jedoch legitim, die Frage zu stellen, ob es die Menschheit weiterbringt, wenn Vernetzung zum Selbstzweck wird und tendenziell andere Wertesysteme ausblendet.

 

Die Wertewelten des Jeff Bezos

Die Wertewelten der Superreichen – Jeff Bezos

Jeff Bezos ist der Kurzname von Jeffrey Preston Bezos (geboren am 12. Januar 1964 in Albuquerque, New Mexico, USA). Er ist Gründer des Unternehmens Amazon und nimmt mit der Leitung des Unternehmens eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung von E-commerce ein. Der Online-Händler begann mit dem Verkauf von Büchern und bietet heute eine Vielzahl von Produkten an. Unter der Führung von Bezos wurde Amazon.com der größte Einzelhändler im World Wide Web und gilt als Modell für Internet-Handel schlechthin.

Noch während seines Besuchs der Highschool gründete Bezos das Dream Institute, ein Zentrum, das kreatives Denken von Studenten fördern sollte. Er schloss 1986 ein Studium an der Princeton University mit summa cum laude ab.  Nach dem Studium mit dem Abschluss in Elektrotechnik und Informatik arbeitete Bezos in verschiedenen Unternehmen bis er 1990 bei der New Yorker Investmentbank D.E. Shaw & Co. tätig wurde. Hier stieg er bald zum Senior Vice President auf und erhielt den Auftrag, Investitionsmöglichkeiten im Bereich des Internet zu prüfen. Das enorme Wachstumspotential des Internets von mehr als 2000 Prozent pro Jahr löste in Bezos unternehmerische Phantasien aus und  er verließ 1994 D.E. Shaw, zog nach Seattle, Washington und gründete dort eine virtuelle Buchhandlung. Das Unternehmen, benannt nach dem südamerikanischen Fluss, startete in einer Garage mit einer Hand voll Mitarbeitern. Nachdem Bezos eine passende Software entwickelt hatte wurde im Juli 1995 das erste Buch über das Internet verkauft.

Amazon.com wurde schnell zum Marktführer im Bereich E-Commerce. Das Geschäft hat 24 Stunden am Tag geöffnet, der Standort ist benutzerfreundlich – das eigene Wohnzimmer -, ermutigt die Kunden zu eigenen Bewertungen der Bücher sowie zu Empfehlungen an andere Kunden und bietet Rabatte. Darüber hinaus werden auch antiquarische Bücher auf der Verkaufsplattform angeboten. Im Juni 1998 begann Amazon CDs, und etwas später auch Videos zu verkaufen. Ein Jahr später ermöglichte Bezos, Auktionen auf der Website durchzuführen und er investierte in andere virtuelle Läden. Der Erfolg von Amazon.com ermutigt andere Einzelhändler, darunter große Buchketten, Online-Shops zu gründen. Aufgrund der wachsenden Konkurrenz sah Bezos die Notwendigkeit zu diversifizieren, und so umfasste das Angebot von Amazon.com bis zum Jahr 2005 eine breite Palette von Produkten, einschließlich  Unterhaltungselektronik, Bekleidung und Hardware. Ende 2007 veröffentlichte Amazon.com mit dem Kindle einen neuen E-Book-Reader, der es Kunden ermöglicht, über das Internet aus einem großen Angebot von E-Books auszuwählen, diese herunterzuladen, zu lesen und zu speichern.

Im Jahr 2013 wurde bekannt, dass Bezos die Washington Post und die damit verbundenen Publikationen kaufte.

Jeff Bezos Jeff Bezos (relativ)

Die Wertewelt des Jeff Bezos ist im Vergleich zu anderen Superreichen komplex angelegt. Beige, Purpur, Orange und Türkis sind überdurchschnittlich ausgeprägt. Insbesondere Türkis stellt auch spirituelle Einflüsse sicher, die harmonische Kombinationen der Wertesysteme ermöglichen. Das Wertebild kann sich daher relativ kurzfristig neuen Herausforderungen anpassen. Die Entwicklung des Unternehmens Amazon hat gezeigt, dass diese Optionen auch tatsächlich genutzt werden.

Die Wertewelten des Michael Bloomberg

Die Wertewelten der Superreichen – Michael Bloomberg

Michael Bloomberg, mit vollem Namen Michael Rubens Bloomberg (* 14. Februar 1942 in Medford, Massachusetts, USA) ist ein amerikanischer Geschäftsmann und Politiker. Er hat ein Dienstleistungsunternehmen gegründet, dass zunächst Daten für die Finanzmärkte bereitstellte, dass sich später auch zum Onlinehändler entwickelte. In der Zeit von 2002-2013 war er Bürgermeister von New York City.

Sein Vater war ein polnischer Einwanderer, der als Buchhalter arbeitete und seine Mutter war Sekretärin. Bloomberg studierte Ingenieurwesen und schloss ein Wirtschaftsstudium an der Harvard Universität mit dem akademischen Grad des Masters of Business Administration ab. Nach dem Studium war er bei der Investmentbank Salomon Brothers tätig. Innerhalb von 15 Jahren wurde Bloomberg Partner der Bank und leitete das Block-Trading des Unternehmens. In Folge eines Firmenzukaufs durch Salomon schied er 1981 aus dem Unternehmen aus. Seinen Unternehmensanteil von 10 Millionen $ verwendete er für die Gründung eines innovativen Dienstleistungsunternehmens, dass Daten für Finanzentscheidungen bereitstellte. Das Unternehmen Bloomberg LP ist im Verlauf von 20 Jahren zu einem weltweit führenden Unternehmen in seiner Wirtschaftssparte herangewachsen. Von zentraler Bedeutung für diesen Erfolg des Unternehmens war der Bloomberg-Computer-Terminal als umfassende Finanznachrichten- und Informationsquelle. Weitere Unternehmungen Bloombergs sind Bloomberg Business News, der Nachrichten Radiosender WBBR in New York City, und Bloomberg Television

Während der Zeit der aktiven Unternehmensleitung engagierte sich Bloomberg bei führenden Kultureinrichtungen, darunter das Metropolitan Museum of Art, das Lincoln Center for the Performing Arts, die Central Park Conservancy und das Jüdische Museum. Darüber hinaus spendete er 100 Millionen Dollar an die Johns Hopkins Universität. Bloomberg als Chef war  in den Büros für seine Zornausbrüche bekannt; Mitarbeiter, die seine Firma verlassen wollten wurden eingeschüchtert und tyrannisiert. Obwohl eingefleischter Demokrat trat Bloomberg 2001 als Kandidat der Republikaner für das Amt des Bürgermeisters von New Yorck City an. So konnte er den Vorwahlkampf innerhalb der Demokratischen Partei umgehen. Einen großen Teil seiner Wahlkampagne (mehr als 68 Millionen Dollar) finanzierte er aus seinem persönlichen Vermögen von ca. 4,5 Milliarden $.

Bloombergs Wahlkampagne konzentrierte sich auf aktuelle Themen, die für die New Yorker von großer Bedeutung waren: Verbesserungen im Verkehrsbereich, Wohnen und Bildung. Was ihm aber am meisten half, war die Unterstützung seiner Kandidatur durch den scheidenden Bürgermeister von New York, Rudolph Giuliani, dessen Reaktion auf die Terroranschläge vom 11. September 2001 allgemein gelobt wurde. Obwohl Bloomberg noch wenige Wochen vor dem Wahltag in den Umfragewerten zurück lag, gewann er das Rennen um das Bürgermeisteramt. Er leitete umgehend eine Erneuerung der Stadt ein, setzte ein umstrittenes Rauchverbot durch, belebte den Tourismus neu und beseitigte das Haushaltsdefizit der Stadt.

Im Jahre 2005 wurde Bloomberg mit 58 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Im Dezember 2006 stellte Bloomberg einen langfristig angelegten Plan zur nachhaltigen Entwicklung New Yorks (PlaNYC 2030) vor, in dem unter anderem eine Innenstadtmaut für Manhattan enthalten ist. Bloomberg setzte ein Verbot von trans-Fettsäuren in Lebensmitteln durch und leistete damit einen Beitrag zur Vorbeugung gegen Herz-Kreislauferkrankungen.

Am 20. Juni 2007 gab Bloomberg bekannt, dass er die Republikanische Partei verlassen und als unabhängiger Politiker arbeiten werde. Entgegen anders lautenden Gerüchten, die ihn als zukünftigen Präsidentschaftskandidaten sahen kündigte er im Oktober 2008 an, er strebe die Wiederwahl als Bürgermeister an, wenn das Wahlgesetz dahingehend geändert werde, dass eine dritte Amtsperiode möglich würde. Im Oktober 2008 entschied der New Yorker Stadtrat in diesem Sinne und Bloomberg wurde im November 2009 wiedergewählt.

Während seiner dritten Amtszeit startete Bloomberg umstrittene Kampagnen zum Verbot von Zigaretten und gegen den Verkauf zuckerhaltiger Getränke (letzteres wurde im Juli 2013 von einem Gericht für ungültig erklärt). Umstritten war die Methode Stop-and-Frisk (deutsch „Anhalten und Filzen“), bei der Bürger von der Polizei routinemäßig angehalten und auf Waffen und illegale Substanzen durchsucht werden. Kritisiert wurde dabei unter anderem, dass ein unverhältnismäßig großer Anteil der kontrollierten Personen Afro-Amerikaner und Latinos war. Stop-and-Frisk wurde von einem Bundesgericht der Vereinigten Staaten im August 2013 als inkompatibel mit der amerikanischen Verfassung bezeichnet und damit verboten.

Bei der Bürgermeisterwahl in New York am 5. November 2013 durfte Bloomberg nicht erneut kandidieren und wurde zum Jahreswechsel 2013/14 von dem Demokraten Bill de Blasio abgelöst. Nach dem Ausscheiden aus dem Amt, kehrte Bloomberg in die Leitung des Daten- und Medienunternehmens Bloomberg LP zurück.

Bloomberg ist Träger zahlreicher Auszeichnungen, darunter seit 2009 des Mary Woodard Lasker-Preis für sein öffentliches Wirken zur Verbesserung der Gesundheitspflege. Im Jahr 2014 wurde er zum „honorary Knight Commander of the Order of the British Empire“ (KBE) ernannt.

Michael Bloomberg Michael Bloomberg (relativ)

 

In der Wertewelt des Michael Bloomberg sind Beige, Grün und Orange überdurchschnittlich vorhanden. Insgesamt ergibt sich auch hier ein schwach strukturiertes Wertespektrum bei dem die inspirierende Energie der zweiten Ordnung (Gelb und Türkis) fehlt. Bei einer Umverlagerung der Gewichte von Beige zu Rot könnte das Gesamtsystem in Bewegung kommen, so dass Blau zu einem Gegengewicht von Grün werden könnte und Grün schließlich einen Übergang in die zweite Ordnung finden könnte. Ob aber die Freisetzung von Energien aus Beige möglich ist, kann nur durch detaillierteren Analysen festgestellt werden.

 

Die Wertewelten der Wal-Mart-Erben

Die Wertewelten der Superreichen – Familie Walton

Christy, Jim, Alice und S. Robson Walton sind Eigentümer von Wal-Mart. Wal-Mart ist in Umgangssprache die Bezeichnung für die Discount-Läden der Wal-Mart Stores Inc.. Die US-amerikanische Firma ist einer der größten Einzelhändler der Welt. Sie hat ihren Sitz in Bentonville, Arkansas.

Wal-Mart wurde 1962 von Sam Walton in Rogers, Arkansas gegründet. Die Gründung der Firma in diesem ländlichen Gebiet erfolgte bewusst, um einen direkten Wettbewerb mit Einzelhandelsriesen wie Sears und Kmart zu vermeiden. Mit zunehmendem Wachstum entwickelte das Unternehmen neue Retail-Formate wie Sam’s Club (1983) und Wal-Mart Supercenter (Supermärkte) (1988). Nach der Erweiterung des Angebotskonzepts mit Lebensmitteln und Non-Food-Produkten wuchs Wal-Mart bis 1990 zum größten Lebensmittelhändler in den Vereinigten Staaten heran. Der Erfolg beruhte auf direkter Kundenansprache durch entsprechende Werbemittel, Kostenkontrolle (z. B. durch Billigimporte) und die Effizienz des Vertriebsnetzes (z. B. regionale Lagerhaltung). Es folgte die rasche Ausbreitung auf dem internationalen Markt – entweder durch Gründung eigener Geschäfte oder den Erwerb etablierter Einzelhändler. Bis zum Tod des Firmengründers Sam Walton im Jahre 1992 gab es Wal-Mart in Mexico, Kanada, China, Deutschland und dem Vereinigten Königreich. Unmittelbar nach Waltons Tod erlebte das Unternehmen einen Umsatzrückgang, erholte sich aber 1993 mit der Einführung der Eigenmarke Great Value. In den Jahren nach Waltons Tod tätigte das Unternehmen große Investitionen in weitere Supermärkte. Diese Investitionen erwiesen sich als Wachstumsbeschleuniger: von 1995 bis 1999 verdoppelte sich der Umsatz und das Unternehmen war zum größten privaten Arbeitgeber der Welt aufgestiegen und bis zum Jahr 2001 übertraf es den Gesamtumsatz von Exxon Mobil.

Das extreme Wachstum des Unternehmens wurde von Kritik an der aggressiven Ausbreitungspolitik begleitet, die eine Verdrängung kleinerer Einzelhändler zur Folge hatte und zu einer Förderung der Suburbanisierung führte. Darüber hinaus wurde Wal-Mart für niedrige Löhne kritisiert, die deutlich unter dem Durchschnitt von Einzelhandelsbeschäftigten liegen und maßgeblich auf die gewerkschaftsfeindliche Haltung des Unternehmens zurückzuführen sind. Trotz aller Kritik wird das Merchandising-Konzept von Wal-Mart jedoch durch andere Einzelhändler nachgeahmt.

Christy Walton ist die Witwe von John T. Walton, dem bei einem Flugzeugunglück verstorbenen Sohn des Firmengründers der Handelskette Wal-Mart. Zusammen mit ihrem Sohn Lukas hält sie den größten Anteil am Erbe ihres Mannes. Über ihr Vermögen besteht keine Klarheit – wie prinzipiell bei allen Milliardären! Im Ranking von Forbes wurde Christy Walton herabgestuft und sie wird in der neuesten Liste nicht mehr aufgeführt. Da Frauen unter den Milliardärinnen selten sind und man nichts genaues über ihren Reichtum weiß, wird sie hier aufgeführt.

Jim Walton ist das jüngste von vier Kindern des Wal-Mart-Gründers Sam Walton. Die Erben von Sam Walton besitzen zusammen mehr als die Hälfte der Wal-Mart-Aktien. Jim Walton ist Chairman und CEO der von seiner Familie gegründeten Arvest Bank, die Niederlassungen in Arkansas, Kansas, Oklahoma und Missouri hat. Er hat seinen Wohnsitz in Arkansas.
Alice Walton hat als Tochter des Firmengründers Sam Walton Anteil an dem Reichtum der Familie des Einzelhandelsriesen Wal-Mart. An der Leitung des Unternehmens ist sie nicht beteiligt. Ihr Interesse konzentriert sich auf das Sammeln und die Förderung von Kunst. In ihrer Heimatstadt Bentonville stiftete sie gemeinsam mit ihrer Familie das Crystal Bridges Museum of American Art, das im November 2011 von ihr eröffnet wurde. Sie lebt abgeschieden auf ihrer eigenen Ranch in Mineral Wells, Texas, und züchtet dort Pferde.
Samuel Robson „Rob“ Walton, Presbyterianer, wurde am 28. Okt. 1944 auf einer Farm bei Tulsa (Oklahoma) geboren. Er ist der älteste Sohn des Unternehmers und Walmart-Gründers Sam Moore Walton (1918-1992). Seine Mutter war Helen Walton (1919-2007). Die Kindheit Waltons und seiner Geschwister James, John und Alice waren durch häufige Ortswechsel geprägt. Walton engagierte sich bei den Eagle Scouts, der Elitegruppe unter den Pfadfindern.
Nach dem Besuch des Wooster College in Ohio studierte Walton Wirtschaftswissenschaften an der Universität von Arkansas, erwarb 1966 den Bachelor-Grad und promovierte 1969 zum Dr. jur. an der Columbia Universität (New York).
Er trat1969 in das väterliche Unternehmen Wal-Mart Stores Inc. in Bentonville/Arkansas ein und ist dessen Vorstandsvorsitzender.

Christy Walton Christy Walton (relativ)
Jim Walton Jim Walton (relativ)
Alice Walton Alice Walton (relativ)
S. Robson Walton S. Robson Walton (relativ)

Die Wertewelten der vier Erben des Wal-Mart Vermögens sind sehr unterschiedlich. Neben der Persönlichkeitsstruktur sind die jeweiligen sozialen Rollen von erheblichem Einfluss. Von den vier dargestellten Erben handelt es sich um drei Kinder des Firmengründers, von denen zwei in der Unternehmensführung von Wal-Mart bzw. der Arvest Bank tätig sind. Bei Christy Walton handelt es sich um die Witwe eines der Kinder des Firmengründers.

Christy Walton ist in der Öffentlichkeit nur wenig präsent. Ihre Wertewelt ist von Beige und Gelb geprägt. Deshalb kann hier von einer schwachen Wertestruktur gesprochen werden, die jedoch unter spirituellem Einfluss steht und deshalb als angemessen gelten kann. Weitergehende Aussagen über die materiellen Ursachen des hohen Anteils von Beige können nicht getroffen werden, da diese im persönlichen Bereich in Form von Krankheit, Behinderung oder im Engagement für davon betroffene Menschen liegen können und mir nicht bekannt sind.

Jim Walton ist für die familieneigene Arvest Bank verantwortlich. Seine Wertewelt ist durch Blau geprägt und stellt sich insgesamt als schwach strukturiert dar. Ein starkes Blau sollte für einen Banker obligatorisch sein, signalisiert es doch ein geordnetes Finanzgebaren und Stabilität als Voraussetzung für das Vertrauen der Geschäftspartner. Hinzu kommt der strukturierende Einfluss eines leicht überdurchschnittlichen Türkis, das jedoch erst mit zunehmendem Grün wachsen wird und den Einfluss von Blau beschränkt.

Alice Walton bewegt sich ebenfalls in einer schwach strukturierten Wertewelt, in der Orange und Beige überdurchschnittlich ausgeprägt ist und Grün gegenüber Blau eine dominante Rolle spielt. Eine Weiterentwicklung in die zweite Ordnung der Wertesysteme hat jedoch nicht stattgefunden. Hierzu wäre eine Verlagerung von Energien aus Beige und Orange nach Grün Voraussetzung. Möglicherweise hätte dies eine Veränderung des Rollenbildes zur Folge, in dem sich das Kunstengagement von Alice Walton bewegt.

Samuel Robson Walton ist der verantwortliche Chef des Handelsriesen Wal-Mart. In seiner Wertewelt sind Grün und Beige bestimmend. Das Gesamtbild der Wertesysteme ist schwach strukturiert und weist vor allem keinen Einfluss spiritueller Energien auf. In dem relativ starken Grün mag der Einfluss der Erziehung durch die Pfadfinder zum Ausdruck kommen, zu erwarten wäre es jedoch für die Leitung eines so großen Unternehmens wie Wal-Mart nicht. Eine prägende Wirkung ist vielmehr in dem außerordentlich starken Beige zu sehen, dass ein Signal für die existenzbedrohende Firmenpolitik im Bezug auf kleine Einzelhändler und die schlechte Bezahlung der Beschäftigten bei Wal-Mart sein kann. Weitere materielle Ursachen können aus den bereits oben genannten Gründen nicht erörtert werden.

Die Wertewelten der Brüder Charles und David Koch

Die Wertewelten der Superreichen – Charles und David Koch

Charles de Ganahl Koch, am 01.11.1935 im kanadischen Wichita geboren und David Hamilton Koch, am 03.05.1940 ebenfalls in Wichita geboren, sind in der Geschäftswelt auch als die „Brüder Koch“ bekannt. Sie sind die Mehrheitseigentümer eines Konglomerats von Firmen der fossilen Energiebranche. Darüber hinaus gelten sie als die wichtigsten finanziellen Unterstützer der libertären und konservativen Bestrebungen des späten 20. und frühen 21. Jahrhundert in den Vereinigten Staaten.

Der Vater des Brüderpaares, Fred C. Koch, gewann ein Vermögen durch seine Erfindung einer neuen Technik zum thermischen Kracken des Erdöls. Charles und David wurden am Massachusetts Institute of Technology (MIT) ausgebildet und machten Master-Abschlüsse in Maschinenbau. Die von ihrem Vater gegründete Firma Rock Island Oil and Refining Company wurde an seine vier Söhnen vererbt: Charles, David, Davids Zwillingsbruder William und Frederick. Charles wurde 1967 Chief Executive Officer und benannte das Unternehmen 1968 in Koch Industries, Inc. um. David trat 1970 in das Unternehmen ein und wurde Executive Vice President. Unter Charles Führung erweiterte das Unternehmen seine Interessen in Bereiche weit über das Erdöl hinaus und steigerte den Jahresumsatz in 40 Jahren auf über das 250-fache.

Charles und David Koch teilten die konservativen politischen Ansichten ihres Vaters, der ein Gründungsmitglied der John Birch Society war. Im Jahr 1980 war David der Vizepräsidentschaftskandidat der Libertarian Party, die etwas mehr als 1 Prozent der Stimmen erhielt. Die Brüder konzentrierten ihr politisches Engagement nach diesem Misserfolg auf die Förderung der libertären Ideen und Strategien unter Akademikern, Journalisten, Politikern und die Beeinflussung der öffentlichen Meinung. Zu diesem Zweck stellen sie jährlich Millionen von Dollar für Dutzende von Think Tanks, Stiftungen und Non-Profit-Gruppen bereit, die sie teilweise selbst gegründet haben oder steuern. Diese Organisationen – insbesondere das von Charles Koch mitgegründete Cato Institute und die Americans for Prosperity Foundation (etwa: Amerikaner für Wohlstand Stiftung) – sollten ein laissez-faire in der Wirtschaftspolitik begünstigen, deutlich niedrigere Steuern, Einschränkungen der Befugnisse der Gewerkschaften und die Beseitigung oder Privatisierung der meisten öffentlichen Dienstleistungen und Sozialprogramme propagieren. Viele von ihnen agieren auch gegen Umweltvorschriften, die Beschränkungen der Öl-, Gas- und Chemieindustrie nach sich ziehen. Ab der Jahrtausendwende finanzierten die Koch-Brüder maßgeblich Gruppen, die den Beitrag des Menschen am globalen Klimawandel in Frage stellen. Hierzu gehörte auch die Mitfinanzierung einer ganzseitigen Zeitungsanzeige in der New Yorck Times zur Verteidigung von ExxonMobil gegen den von der US-Regierung erhobenen Vorwurf systhematischer Täuschung über die Ursachen des Klimawandels. Darüber hinaus flossen große Geldbeträge der Brüder Koch von ihnen persönlich oder durch die von ihnen finanzierten Organisationen als Wahlkampfspenden und Lobbyarbeit. Die „Americans for Prosperity Foundation“ unterstützt die regierungsfeindliche Tea-Party-Bewegung seit 2009 durch die Organisation von Kundgebungen, die Mobilisierung von Wählern, die Finanzierung der Anzeigen und sie bestimmt deren Politik. Ab 2003 veranstalteten die Koch-Brüder alle zwei Jahre nationale Konferenzen, an denen Führungskräfte, Republikanische Parteiführer und konservative Aktivisten und Journalisten teilnahmen um politische Fragen zu diskutieren, Fundraising zu betreiben und Wahlstrategien festzulegen.

Liberale Kritiker beschuldigen die Koch-Brüder, durch ihren enormen Reichtum den politischen Prozess und den öffentlichen Diskurs im Interesse ihrer Unternehmen zu manipulieren und solche Politik zu fördern, die gegen die Mittelschicht und die Armen in den USA gerichtet ist und die öffentliche Gesundheit, die Rechte der Arbeitnehmer und die Umwelt schädigt. Zur Verteidigung der Koch-Brüder wird behauptet, das Ausmaß des Einflusses der Brüder werde übertrieben und ihre politischen Aktivitäten seien durch ihren Wunsch motiviert, die wirtschaftliche Freiheit und den Wohlstand für alle Amerikaner zu erhöhen.

Charles G. Koch Charles G. Koch (relativ)
David H Koch David H. Koch

Die Wertewelten der Koch-Brüder sind vom grünen WMem geprägt. Bei David Koch tritt dieses stärker in Erscheinung als bei seinem Bruder, da er ein breiteres Spektrum aktiviert, insbesondere Beige und Gelb. Demgegenüber ist David Koch stärker an Traditionen (Purpur) ausgerichtet. Hierbei ist das Verhältnis von Blau zu Grün und die Ausprägung von Orange besonders bedeutsam, da Blau als Gegenspieler von Grün wirksam ist und Orange demokratisches und rationales Handeln garantiert. Unter diesem Aspekt ist die Wirksamkeit von Grün in der Wertewelt von Charles Koch stärker gehemmt als bei seinem Bruder David; Orange ist bei beiden Brüdern schwach ausgeprägt. Das Gelb der zweiten Ordnung ist zwar im Bezug auf Charles überdurchschnittlich stark, es steht jedoch in keinem Verhälnis zu den Herausforderungen, die mit dem gesellschafts- und ökologisch verträglichen Einsatz der Wirtschaftsmacht der Koch-Brüder verbunden sind.

Der dominierende Einfluss von Grün steht zwar für die Priorität der Gemeinschaft und das Gemeinwohl und scheint das Selbstbild der Koch-Brüder und ihrer Unterstützer zu bestätigen. Es ist jedoch zu beachten, dass Grün exklusiv agiert; wer sich dem Diktum der Gemeinschaft widersetzt hat mit Sanktionen zu rechnen oder wird aus der Gemeinschaft ausgeschlossen. Auch die Gegenseite argumentiert innerhalb des grünen Wertespektrums, wenn es um soziale Standards und Erhaltung der Lebensgrundlagen geht, so dass die Koch-Brüder – auch aufgrund ihrer eindeutigen politischen Positionierung – im Brennpunkt der Diskussion um eine der Hauptfragen der Menschheit stehen.

Das leicht überdurchschnittliche Beige im Bezug auf Charles Koch ist eine Bestätigung des oben dargelegten Zusammenhangs insofern, als es bei den Auswirkungen rücksichtsloser Ausbeutung von Ressourcen und begleitender Umweltkatastrophen durch Unfälle für Tiere und die Natur insgesamt um das nackte Überleben geht.

 

Die Wertewelt des Larry Ellison

Die Wertewelten der Superreichen in den USA – Larry Ellison

Larry Ellison, eigentlich Lawrence Joseph Ellison wurde am 17. August 1944 in New York City geboren. Er ist Mitbegründer und Vorstandsvorsitzender der Software-Firma Oracle Corporation.

Seine Mutter Florence Spellman war eine 19-jährige alleinerziehende Mutter. Nachdem er im Alter von neun Monaten eine Lungenentzündung  überstanden hatte, schickte ihn seine Mutter nach Chicago, wo Tante und Onkel, Lillian und Louis Ellison wohnten, die das Kind adoptierten. Er studierte ab 1962 an der Universität von Illinois in Urbana-Champaign, brach das Studium aber nach dem Tod seiner Tante Lillian 1964 ab. Das Verhältnis zu seiner Adoptivmutter war sehr innig, die Beziehung zu seinem Adoptivvater gestaltete sich dagegen viel schwieriger, da dieser ihm oft sagte, dass er es nie zu etwas bringen würde. Larry besuchte  dann im Jahre 1966 für kurze Zeit noch die Universität von Chicago, ging dann aber nach Kalifornien und arbeitete die nächsten Jahre als Computer-Programmierer für verschiedene Unternehmen.

Ab 1973 arbeitete Ellison im Elektronik-Unternehmen Ampex, wo er Kollege des Programmierers Ed Oates wurde und unter Bob Miner arbeitete. Ellison und Oates verließen 1976 Ampex und Ellison ging zu Precision Instruments (später Omex), wo er Vice President für Forschung und Entwicklung wurde.

Im Jahr 1977 gründete Ellison mit Miner und Oates die Software Development Laboratories (SDL), die Auftragsprogrammierung für andere Unternehmen durchführten. Ellison sah die Möglichkeiten von SDL hierin nicht ausgeschöpft. Angeregt durch eine wissenschaftliche Arbeit des britischstämmigen Informatikers Edgar F. Codd, der darin ein relationales Datenbankmodell skizziert, sahen Ellison und seine Kollegen in diesem Ansatz kommerzielles Potenzial. Dieses Modell erlaubte es, große Datenmengen zu organisieren, diese sehr effizient zu speichern und schnell wieder darauf zurückzugreifen. Ellison, Bergmann, und Oates begannen auf Codds Daten-Management-Theorie basierend ein Konzept für die Entwicklung und Vermarktung eines entsprechenden Programms zu entwickeln. Sie erhielten einen Auftrag von der Central Intelligence Agency (CIA), eine Datenbank zu entwickeln, und sie begannen, ihr Konzept eines relationalen Datenbank-Programms umzusetzen. Im Jahr 1979 veröffentlichte das Unternehmen (heute Relational Software, Inc.) Oracle die erste kommerzielle Datenbanksprache mit dem Namen „Structured Query Language (SQL)„. Das vielseitige Datenbankprogramm wurde schnell populär und das Unternehmen wurde als innovatives Unternehmen bekannt.

Bekannt für Innovation und aggressives Marketing, wurde das Unternehmen 1982 in Oracle Systems Corporation (später Oracle Corporation) umbenannt. Das Flaggschiff des Unternehmens sorgte in den 1980-er Jahren für ein schnelles Wachstum, so dass im Jahr 1986 / 1987 der Börsengang von Oracle erfolgen konnte und zum größten Datenbank-Management-Unternehmen der Welt wurde. Im Jahre 1990 jedoch ergab eine interne Prüfung im Zuge einer Aktionärs-Klage, dass Oracle das Geschäftsergebnis zu hoch angesetzt hatte, und die Aktie des Unternehmens stürzte dramatisch ab. Ellison strukturierte das Oracle-Management um, und führte bis zum Ende des Jahres 1992 das Unternehmen auf ein gesundes Finanzfundament zurück.

In der Mitte der 1990-er Jahre sah Ellison die Möglichkeit, mit Microsoft zu konkurrieren, indem er eine preiswerte Alternative zum Desktop-Personalcomputer (PC) entwickeln wollte, den so genannten Netzwerk-Computer (NC). Der NC wurde nicht so vollständig wie ein Standard-PC ausgestattet und verwendete Daten und Software, die auf einem Server gespeichert waren. Es handelte sich somit um eine frühe Version dessen, was später als Cloud-Computing bekannt wurde. Der fortgesetzte Rückgang der PC-Preise und Verzögerungen bei der Entwicklung des NC führten dazu, dass PCs mit dem Microsoft Windows-Betriebssystem den Markt beherrschten. Ellison gab später zu, dass die NC technologisch verfrüht waren.

Mehr Erfolg hatte Ellison mit seinen frühen Internet-Ambitionen. Oracle entwickelte Produkte, die mit World Wide Web-Technologien kompatibel waren und neues Wachstum für das Unternehmen bewirkten. In den frühen 2000-er Jahren begann Ellison mit einer aggressiven Strategie konkurrierende Software-Unternehmen aufzukaufen. Zu den zahlreichen Firmenkäufen gehörten Multi-Milliarden-Dollar-Käufe von Peoplesoft (2005), Siebel (2006), BEA (2008) und Sun Microsystems (2010).

Ellison zählt im Silicon Valley zu den umstrittensten Personen, für seinen großen Erfolg bewundert aber für seine manchmal skrupellosen Geschäftsmethoden und seinen demonstrativen Konsum verurteilt. Er ist ein begeisterter Segler, der ein Team gründete, das 2010 den renommierten America ’s Cup gewann. Im Jahr 2012 kaufte Ellison 98 Prozent der hawaiianischen Insel Lanai. Im September 2014 trat Ellison als CEO von Oracle zurück, blieb aber als Executive Chairman (Verwaltungsratsvorsitzender) und Chief Technology Officer im Unternehmen weiter tätig.

Larry Ellison Larry Ellison

 

 

 

 

 

 

Die Wertewelt von Larry Ellison ist von Erfolg (Orange) und Sorge um die fundamentalen Existenzgrundlagen des Menschen (Beige) geprägt. Es kann davon ausgegangen werden, dass es sich hier nicht um ein Zufallsergebnis handelt, da die Wertememe in einem logischen Zusammenhang stehen, der unter dem Einfluss des strukturierenden spirituell aufgeladenen Türkis steht. Das eher durchschnittlich ausgeprägte Grün ist hier als Durchgangsstation zu sehen, von der eine Weiterentwicklung zu Türkis stattgefunden hat. Eine persönliche Zuordnung des stark ausgeprägten Beige ist jedoch auf der Grundlage der erreichbaren Informationen nicht möglich.

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